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Hello again...

Da ja nun wieder ein paar Tage vergangen sind, dachte ich mir, dass ich mal wieder etwas schreiben könnte, damit ihr auch immer schön auf dem Laufenden bleibt.

 

Der Englischkurs ist eigentlich ganz gut. Es wird viel gesprochen und weniger Grammatik gepaukt. Frei nach dem Motto: Wenn jemand etwas falsch sagt, wird derjenige trotzdem verstanden. Der einzige Nachteil an dem Kurs ist, das es nur 3 weitere Teilnehmerinnen gibt. Eine Spanierin, die gerne für sich bleibt, eine Frau aus der Ukraine, die, wie ich das Gefühl hatte, nicht wirklich geistig anwesend war und eine Deutsche, die zwar ganz nett ist, aber mit der ich mich nie so gut amüsieren könnte, wie mit meinen Mädels in Deutschland.

 

Jedoch scheint es mir so, dass ich in Franziska, von der ich ja letztens berichtet habe, eine Freundin gefunden habe. Mit ihr habe ich mich letzte Woche wieder getroffen. Am Mittwoch waren wir in Swords. Dort gibt es ein Einkaufszentrum. Wir hatten uns zuvor den Busfahrplan aufgeschrieben und sind einfach losgefahren. Ohne zu wissen wo wir überhaupt aussteigen müssen. Rein nach Gefühl sind wir dann einfach irgentwo ausgestiegen und das war dann auch promt die richtige Halltestelle. Kein Scherz! Im Einkaufszentum angekommen haben wir uns ersteinmal umgesehen, dann haben wir ein paar unheimlich wichtige Einkäufe getätigt (d.h. wir waren shoppen) und sind zum Schluss noch einen Kakao trinken gegangen. Am Samstagabend sind wir in den angesagtesten Pub von ganz Malahide gegangen. Der war jedoch unheimlich voll, da dort jeden Samstagabend Sport gezeigt wird. Nach einigen Minuten hatten Fanziska und ich dann auch endlich ein Getränk und einen Sitzplatz. Gut, der war zwar draußen aber uns war nicht kalt, da es dort jede Menge Heizstrahler gibt. Nachdem wir uns schon einige Minuten munter unterhalten hatten, flogen doch tatsächlich Wasserbomben über die Mauer in den Innenhof des Pubs. Es wurde jedoch keiner getroffen, aber es stellte sich nach einiger Zeit ein sich unheimlich cool fühlendes, männliches Wesen an die Stelle, an der die Wasserbomben auftrafen. Ich muss zugeben, dass ich den ganzen restlichen Abend gehofft hatte, dass noch einmal eine Wasserbombe flog.  

Am Sonntag sind Franiska und ich nochmal nach Swords gefahren, aber nicht zum Shoppen, wie ihr alle bestimmt dachtet. Nein, diesmal wollten wir ins Kino. Der Film den wir sahen heißt 500 days of Summer, aber er hat meinen Filmgeschmack in keinstem Sinne getroffen.

 

Nun zu meinen Au-Pair Tätigkeiten. Meine Aufgaben sind es: die Kinder morgens zu wecken, um sie dann nach dem Frühstück in die Schule zu bringen. Jeden Morgen sieht man jede Menge Kinder jeden Alters in Schuluniformen zu Schule gehen. Ich finde das jeden Tag aufs Neue unheimlich knuffig. Wenn ich mit Lachlan, Finn und Zoe an der Schule ankomme, herrscht dort schon ein immenses Gewusel aus lauter gleichaussehender Kinder. Wenn dann um Punkt 9.00Uhr die Schuleglocke leutet, stellen sich alle Kinder geordnet nach ihren Klassen in einer Reihe auf dem Schulhof auf und warten bis ihr Lehrer sie dort abholt. Ich bin übrigens immer wieder baff, wenn ich sehe wie gesittet das alles abläuf. Bis jetzt hat es auch noch nicht geregnet (Toi, toi, toi), wenn ich die Kinder zur Schule gebracht habe. Ich würde aber gerne wissen, wie die mogentliche Porzedur dann abläuft.

Während die Kinder in der Schule sind, widme ich mich dem Haushalt. Das heißt, jede Menge putzen, waschen unnd büglen. Meist habe ich nach meinen Täglichen Haushaltstätigkeiten noch Zeit bis ich die Kinder von der Schule abholen muss. In dieser Zeit schreibe ich diesen Blog, gehe am Strand oder im Park spazieren, ruhe mich enfach nur aus oder lese.

Um 1.40 Uhr hole ich den Kleinen von der Schule ab und um 2.40 Uhr die beiden Großen. Sobald wir nach Hause kommen, werden die Hausaufgaben bearbeitet. Natürlich stehe ich immer mit Rat und Tat zur Seite. Bis jetzt konnte ich auch immer helfen. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass ich bis jetzt nur dem Kleinsten helfen musste.

Nach dem Erledigen der Hausafgaben kommt auch meist Sue, meine Gastmutter, nach Hause und dann beschäftige ich mich entweder mit mir selbst oder ich spiele mit den Kindern. An manchen Abenden muss ich Babysitten und in der Zeit haben wir immer jede Menge Spaß. Jeden Abend bereite ich zusätzlich die Lunchpaktete für die Kinder vor, die sie dann am nächsten Tag mit in die Schule nehmen.

Die Kinder gewöhnen sich immer mehr an mich. Immerhin bin ich das erste Au-Pair und es ist eine starke Umstellung für sie. Ich schließe sie von Tag zu Tag immer mehr in mein Herz. Ihr Vertrauen in mich zeigt sich immer wieder in kleinen Gesten. Gestern, zum Beispiel, als Finn, der Kleinste (5 Jahre), und ich die beiden Großen, Lachlan (11 Jahre) und Zoe (8 Jahre) von der Schule abholen wollten, nahm er auf dem Weg dorthin meine Hand, lächelte mich an und plauderte munter weiter. Ihr könnt gar nicht gauben, wie sehr mich das gefreut hat. Oder ein zweites Beispiel. Als ich gestern runter ins Wohnzimmer gehen wollte, um zusammen mit den Kindern einen Film anzusehen, hing am Treppengeländer eine Briegumschlag auf dem stand: To Berte. (Ja, ok mein Name ist komplett falsch geschrieben, aber er ist auch unheimlich schwierig für englischsprachige Menschen) Naja, jedenfalls war dort ein Zettel drin, auf den Zoe geschrieben hat: Your the best. Und mich überkam auch hier wieder ein wunderbares Glücksgefühl. Ich merke immer mehr, dass sie mich akzepieren, mir vertrauen und mich mögen.

Am Freitagabend begebe ich mich ersteinmal mit Franziska in das Nachleben von Dublin. Man soll ja schließlich sein Gastland im Ganzen kennen lernen.

Ich werde hier diesen Blogeintrag beenden, da ich noch ein wenig Hausarbeit zu tun habe, bevor iich die Kids von der Schule abholen muss.

See you later!!!

8.9.09 11:31

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